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Abgeschlossende Dissertationen

Das Verzeichnis aller elektronisch verfügbaren Dissertationen der Landwirschaftlichen Fakultät findet sich auf den Seiten der Universitätsbibliothek.

 

Dr. med. Schmithausen, Ricarda (2015) (Diss. Agr., Bonn)

Transfer of multidrug-resistant pathogens between humans and animals

 Ziel dieser Arbeit war es, im Sinne des „One Health“ Gedanken, Risiken der Übertragung von multiresistenten Bakterien innerhalb gemeinsamer Biotope für Mensch und Tier zu bewerten und Maßnahmen der Risikominimierung zu entwickeln. Im Vordergrund standen drei Forschungsfragen zur:
• Auftretens- und Übertragungswahrscheinlichkeit multiresistenter Bakterien wie MRSA und ESBL-E
• Dekontamination MRSA und ESBL-E belasteter Ställe und
• Implementierung ergänzender Resistenz-Monitoringverfahren in überbetrieblichen Gesundheitsmanagementsystemen.

MRSA und ESBL-E gelten als Indikatorkeime und sind in der Tier-haltung landwirtschaftlicher Betriebe von großer Bedeutung. Zur Beschreibung möglicher Übertragungswege von MRSA und ESBL-E. wurden Proben von Schweinen in der Aufzucht und Mastphase und von den in Ställen tätigen Personen untersucht und epidemiologische Zusammenhänge geprüft. Untersuchungsmedien waren Nasen- und Analabstriche von 86 Menschen-, 589 Schweine- und ca. 84 Luftproben. Mit umfangreichen Hygienemaßnahmen ließ sich das Auftreten von MRSA und ESBL-E in den Tierställen signifikant reduzieren. Nach den umfangreichen Hygiene- und Sanierungsmaßnahmen trat lediglich eine Kolonisation von Tieren und Menschen mit einem neuen MRSA-Stamm auf, ESBL war auch nach einem Jahr nicht mehr nachweisbar.
35 Betriebe wurden nach ihrem Risiko für die inner- und überbetriebliche Übertragung von Resistenzen kategorisiert. Zur Visualisierung der komplexen Ergebnisse von Audits vor Ort und Messungen von Prüfparametern wurden Risiko-Portfolios in Form von Vier Felder Tafeln erstellt. Daraus wurden 3 Szenarien für eine mögliche Integration eines MRSA und/oder ESBL-Monitorings in bereits bestehende oder im Aufbau befindliche Gesundheitsmanagement-Initiativen abgeleitet:
• Szenario I – Ergänzung des Zertifikates zum Gesundheitsstatus von Ferkelerzeugerbetrieben
• Szenario II – Ergänzung Risikoorientierter Kategorisierung von Zulieferern zu Schlachtunternehmen
• Szenario III – Stärkung der Eigenverantwortung von Tierhaltern durch Demonstration erfolgreicher Präventions-/Bekämpfungsstrategien durch Schulungs- und Aufklärungsveranstaltungen im Sinne des Infektionsschutzgesetzes.

Schulze-Geisthövel, Sophia (2015) (Diss. Agr., Bonn)

System innovations promoting health management in pig production chains

(Systeminnovation im überbetrieblichen Gesundheitsmanagement fleischerzeugender Ketten)

Das Hauptziel dieser Arbeit war es, bezogen auf die Schweinefleisch erzeugende Wertschöpfungskette, Systeminnovationen im Hinblick auf die Realisierung der drei großen Herausforderungen, Verzicht auf das Kupieren der Schwänze, Verzicht auf die Ferkelkastration und Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes, vorzuschlagen. Als zusammenfassendes Ergebnis wird eine Matrix mit 69 konkreten Systeminnovationen vorgestellt und erläutert. Die Matrix berücksichtigt gleichzeitig die drei Dimensionen Mensch, Technologie und Infrastruktur als auch die 4 Elemente für Innovationen: Produkt, Dienstleistung, Kompetenzen und Komponenten. Hieraus sind vier entscheidende Aktionsfelder für die Zukunft abgeleitet worden: Gestaltung der überbetrieblichen Organisation von Audits und Gesundheits-Monitoringaktivitäten, Visualisierung von Ergebnissen aus Risikoanalysen zu Auftretens- und Entdeckungswahrscheinlichkeit von Erkrankungen, Identifikation von Fehlern und Störungen in biologischen, technischen und organisatorischen Prozessen sowie der Festlegung von Schlüsselindikatoren zur Steuerung, intensivere Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis, unter Einbezug einer gemeinsamen Forschungs- und Entwicklungsdatenbank sowie die Nutzung von Simulationsprogrammen zur Ermittlung prognostischer Informationen. Abschließendes Fazit ist: Je umfangreicher Tierhalter über Systemveränderungen informiert sind oder aber selber aktiv in Forschungsprojekte eingebunden werden, umso aufgeschlossener verhalten sie sich Veränderungsvorschlägen gegenüber, inbesondere in Bezug auf die Reduzierung des TAM-Einsatzes.

O´Hagan, Juliane (2014) (Diss. oec. troph., Bonn)

Strategies for risk oriented inspections between customers
and suppliers in agri-food supply chains

(Strategien für risikoorientierte Prüfungen zwischen Kunden und Lieferanten in Wertschöpfungsketten der Agrar- und Ernährungsindustrie)


Slütter, Stefanie (2013) (Diss. Agr., Bonn)


Approach to use the Engage Exchange Model for information management in crisis communication and animal disease control

(Ansatz zur Nutzung des Aufschaltungs-Austausch-Modells für das Informationsmanagement in der Krisenkommunikation und Tierseuchenbekämpfung)


 

Düsseldorf, Simon (2013) (Diss. Agr., Bonn)

Concept of key performance indicators controlling consumer oriented quality
and herd health management in a Bavarian pork chain

(Konzept von Key Performance Indikatoren für das Controlling eines kundenorientierten Qualitäts- und Gesundheitsmanagement in einer bayerischen Schweinefleischkette)

Das Ziel der Arbeit war es, ein Konzept von Key Performance Indikatoren (KPI) für das Benchmark und das Controlling von schweinehaltenden Betrieben zu entwickeln. Der erarbeitete Konzeptvorschlag basiert auf Ergebnissen einer experimentellen und empirischen Untersuchung von vier Mastdurchgängen in 20 Schweinemastbetrieben. Von 10.226 Mastschweinen wurde der Lungengesundheitsstatus anhand von unterschiedlichen Befundkategorien beurteilt. Insgesamt wurden 587 Blutproben bei der Schlachtung genommen. Die Proben wurden mit serologischen ELISA Tests auf Antikörper gegen fünf Pathogene untersucht, die im Zusammenhang mit der Lungengesundheit stehen. Insgesamt standen technische Leistungsdaten von 78 Mastdurchgängen zur Verfügung. Die Einzellaborbefunde wurden im neu entwickelten Serologieindikator zusammengefasst. Dieser Wert ist Maß für den Erregerdruck im Bestand und stellt einen neuen KPI zur Einstufung von Schweinemastbetrieben dar. Die Höhe des Serologieindikators korreliert mit den definierten KPIs. KPIs waren der Umfang des Einsatzes von Antibiotika, die Prävalenz von klinischen Symptomen, die biologischen Kenngrößen, bestehend aus Tageszunahmen und Futterverwertung, und die ökonomischen Kenngröße, Bruttomarge in € je Stallplatz. Die KPIs wurden am stärksten durch das Porzines Reproduktives und Respiratorisches Syndrom Virus und den Actinobacillus pleuropneumoniae Serotyp 2 beeinflusst. Um die Tiergesundheit kontinuierlich zu verbessern wurde ein Controlling bestehend aus den vier folgenden Elementen entwickelt: (1) Regional definiertes Erregermuster (2) Serologieindikator und betriebsspezifisches Serologieprofil (3) Organisatorische Zusammenführung von Daten in einem zweidimensionalen Benchmark von Tiergesundheit und Mastleistung (4) Beratung und Sensibilisierung durch die entwickelte enzootische Risikomatrix.

 

Pinior, Beate K. (2012) (Diss. oec. troph., Bonn)

 Application of Models for Safeguarding the Milk Supply Chain

(Anwendung von Modellen zur Sicherung der Milchversorgungskette)

Klauke, Thorsten N. (2012) (Diss. Agr., Bonn)

Risk based approach towards more sustainability in European pig production

(Risikobasierter Ansatz zur Steigerung der Nachhaltigkeit der Europäischen Schweineproduktion)

Das übergeordnete Ziel der Arbeit war es, zu demonstrieren, wie durch das HACCP Konzept als Risiko basierter Ansatz für die gesamte Wertschöpfungskette die Nachhaltigkeit der Europäischen Schweineproduktion gesteigert werden kann.

Nachhaltigkeit umfasst neun Themengebiete, von denen im Rahmen dieser Arbeit schwerpunktmäßig Tiergesundheit, Fleischqualität und Lebensmittelsicherheit bearbeitet wurden. Zur Gestaltung eines Checklistenkatalogs standen insgesamt 127 Schweine haltende Betriebe aus 5 EU Ländern und 15 verschiedenen Haltungssystemen zur Verfügung. Der entwickelte Checklistenkatalog ermöglichte es, unter Anwendung der Hautkomponentenanalyse, betriebsspezifische Risiken für die Gesundheit der Tiere zu bewerten und die Sicherheit, der von diesen Tieren stammenden Lebensmittel, einzuschätzen.

Korrelationsanalysen der Serumkonzentrationen dieser Indikatoren wiesen im Lebensalter von 13 Wochen die meisten signifikanten Zusammenhänge zu Parametern der Fleisch- und Schlachtkörperqualität, die nach der Schlachtung bewertet wurden, auf. Es wurde erstmals nachgewiesen, dass zwischen den Nachhaltigkeitsaspekten Tiergesundheit und Fleischqualität ein direkter Zusammenhang besteht. Für das Auftreten von Organveränderung lag bei erhöhten Konzentrationen eines Indikators, ermittelt kurz vor der Schlachtung, ein 16fach erhöhtes Risiko vor.


 

Raab, Verena (2011) (Diss. Oec. troph., Bonn)

Assessment of novel temperature monitoring systems for improving cold chain management in meat supply chains

(Bewertung von neuartigen Temperaturüberwachungsmöglichkeiten zur Verbesserung des Kühlkettenmanagements in Fleisch erzeugenden Ketten)


 

Breuer, Oliver (2011) (Diss. Agr., Bonn)

Cross border crisis management concept

Establishing cooperation measures between Dutch and German veterinary authorities in animal disease control

 

Bruns, Maren (2011) (Diss. Oec. troph., Bonn)

Inter-organisational innovation processes in the agrifood industry

An approach to improving management support services applied to the meat industry

 

Bruckner, Stephanie (2010) (Diss. Oec. troph., Bonn)

Predictive shelf life model for the improvement of quality management in meat chains


Kampmann, Yvonne (2010) (Diss. Oec. troph., Bonn)

Assessment of sustainable antimicrobial methods with regard to their ability to reduce airborne and surface bacteria in the food supply chain


 

Schütz, Verena (2009) (Diss. Agr., Bonn)

Modell zur Planung von Dienstleistungen für das überbetriebliche Gesundheitsmanagement in der Fleischwirtschaft

Ziel der Arbeit war die Entwicklung und Validierung eines Modells zur Planung von Dienstleistungen für das überbetriebliche Gesundheitsmanagement in der Fleischwirtschaft. Es wurde das Meinungsbild von 3.194 Befragten aufgenommen und der Dienstleistungsbedarf im überbetrieblichen Gesundheitsmanagement analysiert. Danach kommt Viehvermarktungsorganisationen eine besondere koordinierende Rolle zu, um Maßnahmen zur Verbesserung des Gesundheitsstatus in tierhaltenden Betrieben zu verbessern und den Tam-Einsatz auf ein tolerierbares Maß zu reduzieren.

 

Ellebrecht, Alexander (2008) (Diss. Agr., Bonn)

Nutzenbetrachtung internetbasierter Informationssysteme im einzel- und überbetrieblichen Gesundheitsmanagement

Ziel der Arbeit war es, die Entwicklung eines Modells zur Nutzenbetrachtung für ein internetbasiertes Portal zur Unterstützung von Landwirten, Tierärzten und Erzeugergemeinschaften im überbetrieblichen Gesundheitsmanagement zu entwickeln. Die Nutzenindizes wurden für die Gruppen Ferkelerzeuger, Mäster, Berater, EZG-Mitarbeiter, Schlachthofmitarbeiter, Hoftierärzte und Amtsveterinäre dargestellt. Mit dem Modell zur Nutzenbetrachtung lassen sich dimensionslose Kennzahlen je Akteur und je Systemfunktionalität berechnen. Sie erlauben eine Rangierung des Nutzens, den einzelne Akteure aus dem Einsatz internetbasierter Informations- und Kommunikationssysteme ziehen. Hieraus ergeben sich Anhaltspunkte für die Kostenverteilung durch den Koordinator des Systems. Die zielgruppenspezifisch berechneten Nutzenindizes eignen sich dazu, eine detaillierte Aufwand- und Nutzenschätzung unter Berücksichtigung von Kosten für Hardware, Software und Orgware durchzuführen.

Mack, Adriane (2007) (Diss. Agr., Bonn)

Konzeption für die Anwendung computergestützter Techniken im Gesundheitsmanagement fleischerzeugender Ketten

 

Schulze Althoff, Gereon (2006) (Diss. Agr., Bonn)

Konzept und Erprobung von Werkzeugen für grenzüberschreitende, kettenübergreifende Qualitätsmanagementsysteme in der Schweinefleischerzeugung

Es besteht ein weitgehender Konsens über den Bedarf und Nutzen von überbetrieblichen Informationssystemen für Aufgaben im Qualitäts- und Gesundheitsmanagement in Wertschöpfungsketten der Fleischerzeugung. Forderungen nach überbetrieblichem Informationsaustausch zwischen Tierhaltern, Schlachthöfen, Fleischverarbeitungsunternehmen und Behörden finden sich bereits im neuen EU-Lebensmittelhygiene-Recht. Daher sind praxiserprobte Konzepte gefragt, die es verantwortlichen Koordinatoren erleichtern, überbetriebliche Informationssysteme einzuführen. Aufbauend auf den Ergebnissen aus drei umfangreichen Pilotumsetzungen wird in dieser Arbeit ein Vorgehensmodell zum Aufbau überbetrieblicher Informationssysteme vorgestellt. Das Modell definiert sechs voneinander abgegrenzte Arbeitsschritte als Stufen. Zwei Stufen beziehen sich dabei auf die Vorgehensweise bei der Planung und Vorbereitung; vier anschließende Stufen beschreiben Schritte zur Einführung und Nutzung überbetrieblicher Informationssysteme.
Die Arbeit richtet sich einerseits an Wissenschaftler der Agrarwissenschaften, der Veterinärmedizin und der Qualitätswissenschaften sowie Experten in Systementwicklungshäusern. Andererseits sollen die Ergebnisse Verantwortliche in Unternehmen der Fleischerzeugung und ihre Dienstleister unterstützen, vorhandene Informationen besser für den kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu nutzen.
 

Witten, Ira (2006) (Diss. med. vet., Hannover)

Möglichkeiten zur Einschätzung des Gesundheitsstatus von Schlachtschweinen und dessen Auswirkung auf die Haltbarkeit von Schweinefleisch mit Hilfe der Haptoglobin-Bestimmung

 

Schmitz, T. (2005) (Diss. oec. troph., Bonn)

Entwicklung eines Modells zum Einsatz präventiver Qualitätsmanagementmethoden in der Beratung von Unternehmen der Agrar- und Ernährungswirtschaft

 

Kreyenschmidt, J. (2003) (Diss. Ing., Bonn)

Modellierung des Frischeverlustes von Fleisch sowie des Entfärbeprozesses von Temperatur-Zeit-Integratoren zur Festlegung von Anforderungsprofilen für die produktbegleitende Temperaturüberwachung

AgriMedia GmbH, Bergen/Dumme, ISBN 3-86037-223-8

 

Dickhöfer, D. (2002) (Diss. med. vet., Hannover)

Haptoglobin als Screeningparameter für Atemwegserkrankungen des Schweins

Shaker Verlag, Aachen, ISBN 3-8322-0286-2

Es wurde geprüft, inwieweit der Parameter Haptoglobin als Akute-Phase-Protein zur Beurteilung der Atemwegsgesundheit beiSchweinen geeignet ist.
Untersuchungergebnisse an 181Sektionstieren zeigen, dass pathomorphologische Veränderungen des Respirationstraktes im Mittel zu einer mehr als 3-fachen Haptoglobinerhöhung bezogen auf den angenommenen physiologischen Grenzwert (0,5 mg/ml) führen. Eine Infektion mit P. mult., A.pp. bzw. Haem. parasuis führte zu einer deutlichen Haptoglobinerhöhung, wohingegen die Haptoglobinwerte bei einer Infektion mit B. bronch. bzw. Str. suis unterhalb bzw. an der angenommenen physiologischen Grenze für Haptoglobin lagen. Bei einem Vergleich der Haptoglobinwerte von Tieren mit Mono- bzw. Mischinfektionen zeigte sich, dass eine Infektion mit mehreren Erregern zur einer signifikant höheren Haptoglobinkonzentration führten.

Es bestätigte sich der signifikante Einfluss des Betriebes sowie des Haptoglobinanstiegs im Risikozeitraum 3 Wochen nach dem Umstallen in die Mast. Das Akute-Phase-Protein Haptoglobin liefert als Screeningparameter wertvolle Zusatzinformationen für das Vorliegen von Atemwegserkrankungen und stellt darüber hinaus eine sinnvolle Ergänzung für das diagnostische Vorgehen bei klinisch noch nicht apparenten Atemwegserkrankungen dar.

Gymnich, S. (2001) (Diss. Agr., Bonn)

Haptoglobin als Screeningparameter im Gesundheitsmanagement von Ferkelaufzuchtbetrieben

Shaker Verlag, Aachen, ISBN 3-8265-9594-7

Ziel der Arbeit war es zu prüfen, in welcher Weise und zu welchen Untersuchungszeitpunkten sich das Akute-Phase-Protein Haptoglobin in überbetriebliche Gesundheitsmanagementkonzepteintegrieren lässt. Dabei galt es, auch den Einfluss unterschiedlicher Ferkelaufzuchtverfahrenim Hinblick auf die Durchführung neuer Kontrollstrategien mit Hilfe des Parameters Haptoglobin zu beurteilen.

Es wurden fünf Varianten der Kunden-Lieferanten-Beziehung beisieben Ferkelerzeugern, 15 Ferkelaufzüchtern und zwei Mästern getestet. Die Ergebnisse einer Vorstudie ergaben, dass Belastungen eines dreistündigen Transportes oder einer pharmakologisch induzierten Belastung durch Myostressinjektion keine signifikante Veränderung der Haptoglobinkonzentration im Blut von Schweinen im Vergleich zur Kontrollgruppe verursachten. Für die Hauptstudie bedeutete dies, dass bei der Interpretation der Konzentrationserhöhung von Haptoglobin Transport bzw. Umstallung ausgeschlossen werden konnte.
In der Hauptstudie standen 1559 Datensätze von Einzeltieren aus 43 Indikatortiergruppen zur Verfügung. Es zeigte sich, dass bei Ferkeln aus einer Herkunft zum Zeitpunkt des Einstallens in die Aufzucht signifikant niedrigere Haptoglobinkonzentrationen zu finden waren, als bei Tiergruppen, die aus mehreren Herkünften stammten. Deutlich war der Zusammenhang zwischen Mängeln im Hygienestatus der Ferkelaufzuchtbetriebe bei der Zwischen- und Endprüfung, geringeren täglichen Zunahmen in der späteren Aufzucht sowie höheren Medikamentenkosten pro Tier und im Mittel erhöhten Haptoglobinwerten der Indikatortiergruppen. Die vorgeschlagenen Teststrategien sehen die Messung des Akute-Phase-Proteins Haptoglobin in Kombination mit Checklisten- und Punktbewertungssystemen im Rahmen von überbetrieblichen Gesundheitsmanagementsystemen vor. Günstige Probenentnahmezeitpunkte sind dabei für die Eingangsprüfung drei Tage vor dem Umstallen im Herkunftsbetrieb oder unmittelbar bei Anlieferung im Aufzuchtbetrieb, für die Zwischenprüfung drei Wochen nach dem Einstallen und für die Endprüfung drei Tage vor dem Ausstallen in die Mast.

Knura-Deszczka, S. (2000) (Diss. med. vet., Hannover)

Bewertung von Haptoglobin als Parameter zur Einschätzung des Gesundheitsstatus von Mastschweinen

Das Ziel der vorliegenden Arbeit bestand darin zu prüfen, inwiefern das Akute-Phase-ProteinHaptoglobin (Hp) als Parameter zur Einschätzung des Gesundheitsstatus von Tierbeständen  geeignet ist. Von allen Versuchstieren wurden die Erkrankungen während des gesamten Lebens und die Organbefunde bei der Schlachtung erfasst. Dies spiegelt sich ebenfalls bei der Gegenüberstellung der Wachstumskurven der beiden Mastgruppen wider. Die Tiere des Betriebs A wiesen einen physiologischen Verlauf der Gewichtszunahmen über die gesamte Mast auf, während in Betrieb B Mastleistungseinbußen, insbesondere in der Mastanfangsphase, feststellbar waren. Auffällig war, dass auch zwischen klinisch unauffälligen Tieren der Betriebe statistisch gesicherte Unterschiede bei der Hp-Konzentration vorlagen. Als ein möglicher Grund dafür konnten mit Hilfe von Checklisten deutliche Unterschiede bezüglich des Hygieneumfelds und -managements zwischen den Betrieben ermittelt werden. Als Ursache für die erhöhten Hp-Werte bei klinisch unauffälligen Tieren werden latente Infektionen und ein „immunologischer Stress“ als mögliche Folge schlechter Hygienebedingungen diskutiert. Bei der Auswertung der klinisch-chemischen Parameter ergaben sich signifikant Beziehungen zum Haptoglobin nur für die Eisenkonzentration im Blut (r>-0,621). Ein Zusammenhang war zu der fehlenden Eisenversorgung der Ferkel zu sehen. Als Resumée der Arbeit wird herausgestellt, dass das Akute-Phase-Protein Haptoglobin als sehr sensitiver Parameter zur Einschätzung des allgemeinen Gesundheitsstatus von Tieren im Rahmen der tierärztlichen Bestandsbetreuung und von überbetrieblichen Gesundheitsvorsorgeprogramme hilfreich sein kann.

 

Diepers, N. (1998) (Diss. med. vet., Gießen)

Einflussfaktoren auf die Konzentration von Entzündungsmarkern beim wachsenden Schwein

Fachverlag Köhler, Giessen, ISBN 3-922306-50-0

 

Lehnert, S. (1998) (Diss. Agr., Bonn)

Aufbau von Qualitätsmanagementsystemen in landwirtschaftlichen Betrieben am Beispiel der Fleischproduktion

Landwirtschaftsverlag Münster-Hiltrup, ISBN: 3-7843-2966-7

 

Berns, Georg (1996) (Diss. Agr., Bonn)

Einbindung von Check-Listen und mobilem Analyswlabor in Beratungskonzepte zur Erweiterung von Gesundheitsvorsorge- und Qualitätsmanagementsystemen in der Schweinefleischerzeugung.

Es wurde ein am Informations- und Methodenbedarf des schweinehaltenden Betriebes orientiertes Beratungssystem gestaltet und dabei der Einsatz eines mobilen Labors integriert. Voraussetzung hierfür ist die Entwicklung und Erprobung eines Konzeptes zur Systematisierung der Erfassung von Gesundheits- und Untersuchungsdaten in Ferkelerzeuger- und Mastbetrieben. Dazu wurde ein Punktebewertungssystem entwickelt, welches den Berater bei der Schwachstellenanalyse unterstützt. Über einen Bewertungsschlüssel lassen sich die Einzelergebnisse von Untersuchungen vor Ort zu einer Beratungskennziffer verdichten. Auf diese Weise ist eine Rangierung von Betrieben möglich und gleichzeitig ein Ansatzpunkt für die Lieferantenbeurteilung in Produktionsketten gegeben.
Zur systematischen Erfassung der Umfelddaten dienen Checklisten für Ferkelerzeugung, -aufzucht und Mast. Diese gliedern sich in die Bereich Aufstallung, Gebäude, Produktionsablauf, Keimbelastung, Parasitosen, Stallklima, Futter/Wasser und individuelle Tiergesundheit. Für jeden Bereich ergibt sich nach der Betriebsuntersuchung und –beurteilung anhand der Checklisten eine Teilbetriebskennziffer. Durch deren Zusammenfassung leitet sich die Betriebskennziffer zur gesamtbetrieblichen Beurteilung ab. Dabei erhalten die Kriteriengruppen Keimbelastung, Parasitosen und Stallklima die stärksten Gewichtungen. Mess- und Bewertungsgrößen aus jeweils 17 Abferkelställen, Deckzentren und Warteställen mit insgesamt 1.832 Sauenplätzen, aus 29 Flat-Deck-Ställen mit 2.036 Plätzen sowie aus 23 Vormastställen und 64 Endmastställen mit insgesamt 12.859 Plätzen mit Bezugsgrößen wie biologische Leistungs- und Schlachtdaten flossen in die Entwicklung des Konzeptes mit ein. Die Anzahl Würfe pro Sau und die Betriebskennziffer in der Ferkelerzeugung weisen eine Korrelation von r=0,8 auf und sind höchst signifikant. Auch die geborenen und aufgezogenen Ferkel pro Sau und Jahr und die Ferkelverluste weisen signifikante Korrelationen zur Betriebskennziffer auf. In der Mast zeigen sich signifikante Korrelationen zwischen den Verlusten, der Futterverwertung und der Betriebskennziffer. Die Korrelation zwischen Pneumonien/Pleuritiden-Befunden auf dem Schlachthof und der Teilbetriebskennziffer Stallklima ist mit r=-0,67 hoch signifikant, ebenso wie die Korrelation zwischen Leberbefunden und Teilbetriebskennziffer Parasitosen mit r=-0,71.

Müller, Ute (1996) (Diss. Agr., Bonn)

Weiterentwicklung von Prüfplänen für Gesundheitsvorsorge- und Qualitätsmanagement-systeme in der Milchwirtschaft

 Forschungs- und Tagungsberichte Heft Nr. 5, ISSN 0947-3408

 

Blaschzyk, Ariane (1995) (Diss. Agr., Bonn)

Modell zu Darstellung des Verlaufs einer parvovirus bedingten SMEDI-Infektion

 

Welz, Matthias (1993) (Diss. Agr., Bonn)

Bewertung von Erkrankungen als qualitätshemmende Faktoren mit Hilfe der Fehler-Möglichkeits-und Einfluß-Analyse (FMEA) im Rahmen der Erzeugung von Qualitätsschweinefleisch

Shaker Verlag, Aachen, ISBN 3-86111-970-6

 

 Ellinghaus, Ulrich (1992) (Diss. Agr., Bonn)

Erprobung einfacher Verfahren zum Nachweis antibakteriell wirksamer Arzneistoffe im Urin von Mastschweinen zur

Kontrolle von Produktionsauflagen im Rahmen der Qualitäts­fleischproduktion

Ziel der Arbeit war es, die bislang für Fleisch, Humanurin und Milch gebräuchlichen Methoden allgemeiner Hemmstofftest, Urotest AB, BR AS-, Cite- und LaCarte Test zur Rückstandsanalyse an das Untersuchungsmedium Schweineharn zu adaptieren. Darüber hinaus galt es zu prüfen, über welche Zeiträume in der Schweinproduktion gebräuchliche antibakteriell wirksame Therapeutika über den Harn ausgeschieden werden und wie lange sich Behandlungen mit entsprechenden Arzneistoffen mittels dieser Verfahren nachweisen lassen. Es zeigte sich, dass über eine Urinuntersuchung die parenterale Applikation eines Sulfmidin-Trimethoprim-Präparates bis zu
-    13-16 Tage p.appl. mit dem Cite Test;
-    16-26 Tage p.appl. mit dem BR AS Test und
-    19-26 Tage mit dem LaCarte Test
nachgewiesen werden konnte. Im Versuch mit oraler Applikation einer Sulfamidin-Tylosin-Kombination bestätigte sich diese Rangierung der Test hinsichtlich der maximal möglichen Dauer der Nachweisbarkeit der Substanzen. Auch gelang die Nachweisbarkeit einer Behandlung mit Chloramphenicol/Tylosin mit BR AS Test (15-24 Tage p.appl.) und LaCarte Test CAP (11-17 Tage p.appl.) deutlich länger als mit dem 3 –Platten-Test und Urotest AB. Letztgenannte Methoden konnten jedoch eine Behandlung mit einem Kombinationspräparat (Penicillin, Streptomycin, Neomycin, Chloramphenical) mit bis zu 13 Tagen p.appl. länger nachweisen als der BR AS Test mit 5 Tagen p.appl.. Ergebnisse im Rahmen einer Feldstudie an Schweinen eines Qualitätsfleischprogrammes erbrachten positive Urinbefunde nach Therapien mit Sulfamidin, Chlortetrazyklin und Tiamulin.
Der Vorschlag ist als ein dynamisches Kontrollkonzept gedacht, das sicherstellt, den Stichprobenumfang nicht rezeptartig festzulegen, sondern ständig den neuen Ausgangsbedingungen anzupassen. Es ist geeignet, den proklamierten Nichteinsatz von Antibiotika und Sulfonamiden innerhalb der Qualitätsfleischproduktion hinreichend sicher zu kontrollieren. Eine solche Kontrollstrategie trägt darüber hinaus dazu bei, das Vertrauen der Konsumenten in Qualitätsfleischprogramme zu stärken.

Künneken, Johannes (1991) (Diss. Agr., Bonn)

Simulation der Tier-Bakterium-Umwelt-Interaktion im Biotop Abferkelstall

 

Norporth, Andrea(1989) (Diss. Agr., Bonn)

Resistenzdynamik der E. Coli-Populationen der Darmflora von Schweinen unter dem Einfluß von Sulfadimidin

Ziel der Arbeit war es, die Wirkung von Sulfamidin auf die E.coli Population in der Darmflora von Schweinen in zweifacher Hinsicht zu prüfen: zum einen während und nach oraler Applikation in prophylaktischer und therapeutischer Dosierung und zum anderen als Rückstand in der Gülle, ausgebracht in das Umfeld unbehandelter Schweine. Die Wirkstoffkonzentration entsprach in 8 Einzelversuchen mit 40 mg/l nach Behandlung festgestellten Rückstandswerten. In 5 weiteren Versuchen wurde auf 100 mg/l erhöht. Insgesamt konnten 9479 E.coli Isolateauf ihre Resistenzeigenschaften untersucht werden, wobei die Substanzen Te, Su, A, C, G und St in die Empfindlichkeitsbestimmung eingingen. Es fand der Agar-Dilutionstest nach dem Replikaverfahren Anwendung.

Nach oraler Gabe von Sufamidin stieg der prozentuale Anteil mehrfachresistenter E.coli Isolate unabhängig von der Dosierung innerhalb weniger Stunden auf über 90% an. In ihrem Verlauf unterschieden sich die Versuchsreihen signifikant von der Kontrollmessung. 48 Stunden nach der letzten Sulfamidingabe war der Wirkstoff weitestgehend ausgeschieden. Mit einer Zeitverzögerung von 2 bzw. 4 Tagen bauten sich die Sekundärresistenzen wieder ab und am Ende des Untersuchungszeitraums nicht mehr nachweisbar.
Nach Ausbringung der sulfamidinhaltigen Gülle im zweiten Versuchsabschnitt ließen sich in 7 von 13 Einzelversuchen ebenfalls höhere Anteile mehrfachresistenter E.coli Isolate aus der Darmflora feststellen. Mit dem U-Test nach Wilcoxon, Mann und Whitney konnte statistisch abgesichert werden, daß dieser Anstieg im Vergleich zu den den Kontrollen nicht zufällig war. Aus den Ergebnissen der Versuchsserien ließ sich ableiten:
-    Eine Behandlung von Tieren führt grundsätzlich dazu, zusätzliche R-Plasmide in der E.coli Population auftauchen
-    Bei niedriger Primärresistenz zeigte sich die Selektorwirkung von Sulfamidin am deutlichsten
-    Die Gülle stellt im komplexen Geschehen der Resistenzdynamik im Biotop „Tierstall“ einen Vektor für Rückstände von Sulfamidin in pharmakologisch noch wirksamer Dosierung als auch für R-plasmidtragende E.coli dar.

Preise

Arbeitsgruppe Cold Chain Management

Forschungsarbeit “Kühlkettenoptimierung durch interaktive und interdisziplinäre Kooperation aus Lehre, Industrie und Forschung“

Wissenschaftspreis 2011 des EHI (Europäisches Handelsinstitut) und des GS1 Germany

 

Raab, Verena:

“Qualitäts- und Infomrationsmanagement in der Wertschöpfungskette Fisch.Ermittlung von Anwendungsszenarien überbetrieblicher Informationssysteme.“

Diplomarbeit

Nachwuchsförderpreis 2009 der Gesellschaft für Informatik
in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft e.V. (GIL)

 

Mack, Adriane:

Konzeption für die Anwendung computergestützter Techniken im Gesundheitsmanagement fleischerzeugender Ketten

Diss. Agr., Bonn

Wolfgang Kessler-Forschungspreis für Agrar-und Ernährungsforschung (2009)

 

Schulze Althoff, Gereon:

Konzept und Erprobung von Werkzeugen für grenzüberschreitende, kettenübergreifende Qualitätsmanagementsysteme in der Schweinefleischerzeugung
Diss. Agr., Bonn

Nachwuchsförderpreis 2007 der Gesellschaft für Informatik
in der Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft e.V. (GIL)

 AgriFoodBusiness-Preis der Verbindungsstelle Landwirtschaft-Industrie E.V.

 

Blaschzyk, Ariane:

Modell zu Darstellung des Verlaufs einer parvovirus bedingten SMEDI-Infektion

Diss. Agr., Bonn

Nachwuchsförderpreis 1995 der Gesellschaft für Informatik in der
Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft e.V. (GIL)

 

 

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